Stadtkirche aus der Luft
Altarbereich der Stadtkirche
Panoramaansicht des Gemeindehauses
Evangelistenreliefs aus der Stadtkirche
Detail des Turms der Stadtkirche

Geistliches Wort

Liebe Gemeinde, 
Hendrik Fränkle
neulich, beim Mittagstisch im Familienzentrum. Nichts Besonderes eigentlich – Nudeln, Soße, ein paar Menschen an einem Tisch. Aber dann sagte jemand: Ich genieße es, dass ich hier nicht alleine essen muss.
Und ich dachte: Ja. Genau dafür machen wir das.
Während wir als Gemeinde in Sinsheim das Familienzentrum in den letzten Monaten entwickelt haben, war das immer wieder unsere Frage: Warum tun wir das eigentlich als Kirche? Warum investieren wir Geld, Zeit, Kraft, Räume, Herzblut in ein Familienzentrum?
Ich glaube: Weil wir Ostern ernst nehmen.
Ostern erzählt davon, dass das Leben stärker ist als der Tod. Dass Hoffnung stärker ist als Müdigkeit. Dass Licht stärker ist als das, was uns niederdrückt. Und dieser Glaube – er will nicht nur gedacht werden. Er will Hände und Füße. Einen Tisch. Ein offenes Ohr. Ein gutes Wort, das weiterhilft. Jemanden, der ein Stück mitgeht. Raum, um Neues zu lernen.
Manchmal ist es einfach nur schön, zusammen zu essen. Mehr nicht. Kein tiefes Gespräch, keine große Erkenntnis. Einfach nur: gemeinsam am Tisch sitzen. Das reicht auch.
 

Die österliche Emmaus-Geschichte erzählt davon. Sie handelt von zwei Menschen, die nach dem Tod Jesu müde und enttäuscht nach Hause gehen. Jesus geht mit ihnen – aber sie erkennen ihn nicht. Erst beim Essen, als er das Brot bricht, gehen ihnen die Augen auf. Nicht im Tempel. Nicht in der Kirche. Sondern am Tisch, beim einfachen Mahl.
Ich glaube, dass Christus uns auch heute so begegnet. Im Teilen von Brot und Zeit. Auf dem Weg, mitten im Alltag. Im Gesicht eines Gastes. In der Begegnung mit anderen.
Das Familienzentrum soll so ein kleiner Emmaus-Ort sein – ein Ort, an dem Menschen aufatmen können, Gemeinschaft erfahren und manchmal, ohne es sofort zu wissen, dem Auferstandenen begegnen.
Wird dort immer alles gelingen? Nein. Manchmal brennt die Soße an. Manchmal redet man aneinander vorbei. Aber ich glaube, Gott schaut auf dieses kleine, unperfekte Treiben – und freut sich trotzdem. Weil wir es versuchen. Weil wir füreinander da sein wollen.
Wir tun das als Kirche aus Dankbarkeit. Weil wir selbst von Gottes Gnade leben. Wir tun es, weil wir glauben, dass Gott uns in dieses Alltagsleben sendet – mitten hinein in das gewöhnliche Durcheinander.
Wenn ich also gefragt werde, warum wir das tun, dann würde meine Antwort so lauten: Weil die österliche Hoffnung Räume braucht. Orte, an denen Menschen neu anfangen können. Orte, an denen Gottes Liebe sichtbar wird.
Deshalb bauen wir – Stein für Stein, Begegnung für Begegnung – an einem Haus, das nicht nur Angebote macht, sondern Hoffnung schenkt.
Ich wünsche uns allen eine gesegnete Zeit auf dem Weg nach Ostern. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie irgendwo ein kleines österliches Zeichen entdecken – vielleicht sogar im Familienzentrum.
Ihr Hendrik Fränkle
 
Kontakt:
Pfarramt: 07261/4714
Pfarrer H. Fränkle: 07261/735473
Termine:
Sa. 09.05.2026, 11:00 Uhr
Evangelische Stadtkirche Sinsheim Sinsheim
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Liebe Gemeinde, 
Hendrik Fränkle
neulich, beim Mittagstisch im Familienzentrum. Nichts Besonderes eigentlich – Nudeln, Soße, ein paar Menschen an einem Tisch. Aber dann sagte jemand: Ich genieße es, dass ich hier nicht alleine essen muss.
Und ich dachte: Ja. Genau dafür machen wir das.
Während wir als Gemeinde in Sinsheim das Familienzentrum in den letzten Monaten entwickelt haben, war das immer wieder unsere Frage: Warum tun wir das eigentlich als Kirche? Warum investieren wir Geld, Zeit, Kraft, Räume, Herzblut in ein Familienzentrum?
Ich glaube: Weil wir Ostern ernst nehmen.
Ostern erzählt davon, dass das Leben stärker ist als der Tod. Dass Hoffnung stärker ist als Müdigkeit. Dass Licht stärker ist als das, was uns niederdrückt. Und dieser Glaube – er will nicht nur gedacht werden. Er will Hände und Füße. Einen Tisch. Ein offenes Ohr. Ein gutes Wort, das weiterhilft. Jemanden, der ein Stück mitgeht. Raum, um Neues zu lernen.
Manchmal ist es einfach nur schön, zusammen zu essen. Mehr nicht. Kein tiefes Gespräch, keine große Erkenntnis. Einfach nur: gemeinsam am Tisch sitzen. Das reicht auch.
 
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