Stadtkirche aus der Luft
Altarbereich der Stadtkirche
Panoramaansicht des Gemeindehauses
Evangelistenreliefs aus der Stadtkirche
Detail des Turms der Stadtkirche
 

EkIBA 2032 - Unsere Kirchengemeinde auf dem Weg in den Kooperationsraum

Schon seit einer Weile läuft in der Landeskirche der Prozess „ekiba2032“. Ziel ist es, die Kirche in Baden mit ihren vielen Gemeinden zukunftsfit zu machen. Viele Faktoren spielen mit: die Personalsituation, die Finanzlage, die Kirchenmitglieder und auch die Erfahrung, dass das, was sich in der Vergangenheit bewährt hat, heute nicht mehr unbedingt die passende Form ist, den Menschen in unserer Gesellschaft das Evangelium zu verkünden. Denn mit der Veränderung der Gesellschaft verändern sich auch die Bedürfnisse der Menschen, ihre Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen. Und so sind wir auch als Kirche und Gemeinde dazu herausgefordert, darauf zu reagieren – im Dienst an Gott und den Menschen. Manchmal bedeutet das auch Abschiednehmen von Vertrautem und Altbekanntem und die Bereitschaft, sich auf das Neue einzulassen.
Für den Prozess „ekiba2032“ bedeutet das, dass wir in den kommenden Jahren mehr und mehr gemeinsam mit anderen Gemeinden unterwegs sein werden. Wir werden Kooperationen ausbauen und neu schaffen, wir werden vermehrt zu Gottesdiensten und Veranstaltungen in anderen Gemeinden eingeladen und hoffentlich auch Menschen aus anderen Gemeinden bei uns begrüßen dürfen. Eine erste spürbare Neuerung hier in Sinsheim wird dabei der gemeinsame Gemeindebrief mit Dühren sein, der Ende des Jahres in neuem Gewand zu Ihnen kommen wird.
Ein anderer großer Schritt betrifft die Pfarrer*innen. Seit Anfang des Jahres sind die Pfarrer*innen in einem sogenannten „Kooperationsraum“ zusammengeschlossen und grundsätzlich gemeinsam für die Arbeit in allen Gemeinden des Kooperationsraums zuständig. Dieser Kooperationsraum umfasst die Gemeinden Sinsheim, Rohrbach, Steinsfurt, Adersbach, Hasselbach, Ehrstädt, Reihen, Weiler, Hilsbach, Hoffenheim, Zuzenhausen, Dühren, Eschelbach, Angelbachtal, Waldangeloch und Mühlhausen-Tairnbach. Durch die Bildung des Kooperationsraums können die Pfarrer*innen ihre Arbeit neu aufteilen und strukturieren. Es muss dann nicht mehr unbedingt jeder und jede alles machen. Gleichzeitig wird es in Zukunft nicht mehr alles in gleichem Maße überall geben können und müssen – was es in einer Gemeinde schon gibt, muss in einer anderen Gemeinde nicht mehr mühsam aufgebaut werden.
Erste Schritte gehen wir dieses Jahr in der Konfi-Arbeit, wo wir die Kooperation mit Dühren intensivieren und neu mit Hoffenheim und Zuzenhausen unterwegs sind. Für das kommende Jahr soll dann ein gemeinsames Gottesdienstkonzept für den Kooperationsraum entwickelt werden. Ziel ist es, auch in Zukunft und mit weniger Pfarrer*innen weiterhin in allen Gemeinden ein gutes Gottesdienstangebot zu gewährleisten. Auch wenn das bedeuten kann, dass sich Gottesdienstzeiten verändern oder nicht an jedem Sonntag in jeder Kirche Gottesdienst gefeiert wird.

Vielleicht wird uns dabei ja noch mehr als heute bewusst, was Paulus in den ersten Jahren seiner Gemeinde in Korinth mit auf den Weg gegeben hat:
„Es wie beim menschlichen Körper. Er bildet eine Einheit und besteht doch aus vielen Körperteilen. Aber obwohl es viele Teile sind, ist es doch ein einziger Leib. So ist es auch mit Christus. Denn als wir getauft wurden, sind wir durch den einen Geist alle Teil eines einzigen Leibes geworden.“ 
(1. Kor 12,12)