Stadtkirche aus der Luft

Privat Pilgernde beherbergen - Gabriele und Wolfgang Meuret berichten

Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebr.13,2)
Spätestens seit Harpe Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ ist den meisten der Jakobusweg nach Santiago de Compostela ein Begriff.

Pilgerausweise

Quelle: Gabi Meuret

Was nicht jeder weiß: der Pilgerweg beginnt vor der eigenen Haustür! So ist ein wichtiges Stück Weg durch Deutschland die Verbindung von Rothenburg ob der Tauber nach Speyer. Und die führt genau durch Sinsheim und Dühren. Darum gibt es hier die Jakobuskirche, eine stilisierte Muschel bei den Wanderwegzeichen an vielen Laternenpfählen und immer wieder Menschen mit großen Rucksäcken vor und in der Kirche. Anders als in Spanien gibt es bei uns aber keine Pilgerherbergen, wo die Pilgernden gegen Vorlage ihres Pilgerausweises für eine Nacht gegen geringes Entgelt ein Bett, eine Dusche und ein Frühstück bekommen. Darum suchen wir hier Menschen, die bereit sind, dies auf privater Basis zur Verfügung zu stellen. Interessante Begegnungen und Gespräche sind garantiert. Vielleicht beherbergen Sie dann ja auch mal einen Engel, oder Sie selbst werden als Gastgeberin oder Gastgeber zum Engel für erschöpfte Pilger.
 
Pilgerzeichen an einem Laternenpfahl

Quelle: Gabi Meuret

Folgende wahre Begebenheit hat sich in Franken zugetragen: Ein Pilgerehepaar kommt zur Mittagszeit hungrig und durstig in einem kleinen Ort an und sucht eine Einkehrmöglichkeit.  Nach einigem Suchen entdecken sie ein Schild „Brauerei – Gasthof“. Leider ist die Tür verschlossen. Sie wissen sich nicht anders zu helfen, als heftig an die Tür zu klopfen und siehe da, es wird ihnen geöffnet, und sie werden freundlich hereingebeten. Eine Speisekarte gibt es nicht, aber sie können zu essen bekommen, was gerade vorrätig ist. Es gibt Fladenbrot, Tomaten, Paprika, Oliven, Obst und Käse satt. Zu ihrer Verwunderung verzichtet ihr freundlicher Gastgeber sogar auf eine Bezahlung. Erfreut und gestärkt machen sie sich wieder auf den Weg. Im Nachbarort berichten sie von dieser preiswerten Gaststätte und ihrem hilfsbereiten Wirt. Dort erfahren sie „Der Brauerei – Gasthof ist schon seit Jahren geschlossen. Das ist jetzt ein Asylantenheim.“ Sie sehen, es braucht nicht viel, Gastfreundschaft zu praktizieren, und aus eigener Erfahrung wissen wir: es ist eine Bereicherung für beide Seiten.
 
Wenn Sie sich also vorstellen können, Pilger zu beherbergen oder Fragen dazu haben, wenden Sie sich gern an
Gabriele und Wolfgang Meuret, Tel.: 07261 8328
oder an
Ernst Paulus, Tel.: 07262 6105335