Bereits zum 50. Mal findet dieses Jahr die bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) statt. Ziel der IKW ist kulturell und gesellschaftlich auf ein vielfältiges, friedliches und offenes Miteinander aufmerksam zu machen und Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen.
Sinsheim feiert die Interkulturelle Woche

In Sinsheim wird sie seit einigen Jahren organisiert vom Diakonischen Werk im Rhein-Neckar-Kreis, dem Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis, dem „Rat der Religionen“ Sinsheim und dem Arbeitsbereich Integration der Stadtverwaltung Sinsheim.
Auch in diesem Jahr gibt es ein vielseitiges Programm.
Eröffnet wird die Interkulturelle Woche mit einer Vernissage zur Ausstellung „Anne & Edith – Zwei Leben in Tagebucheinträgen“.
Die Ausstellung beleuchtet Anne Frank, eine der berühmtesten Tagebuchschreiberinnen weltweit. Weniger bekannt ist Edith Velmans-van Hessen, deren geliebte Omi eine Sinsheimerin war.
Die Ausstellung beleuchtet Anne Frank, eine der berühmtesten Tagebuchschreiberinnen weltweit. Weniger bekannt ist Edith Velmans-van Hessen, deren geliebte Omi eine Sinsheimerin war.
Die beiden Tagebuchschreiberinnen selbst haben sich nie kennengelernt, aber dennoch gibt es Parallelen in ihren Lebensgeschichten. Nachdem Annes Versteck in den Niederlanden aufgeflogen war, starb sie 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Edith hat ebenfalls im Verborgenen in den Niederlanden gelebt und den Krieg überlebt. Die Tagebücher von beiden blieben durch glückliche Zufälle erhalten und wurden später veröffentlicht.
Die Ausstellung stellt ihre Lebensgeschichten gegenüber und veranschaulicht ihre prekäre Situation während der Naziherrschaft und dem Krieg in den Niederlanden. Beklemmendes steht neben Pubertärem. Entbehrung und allzu Menschliches aus dem Leben im Untergrund zeigt die Ausstellung auf. Über eine Darstellung der Familiengeschichten wird zudem der Bezug von Edith Velmans zu Sinsheim verdeutlicht.
Die Ausstellung wird auf Basis der beiden Tagebücher gestaltet. Zur Veranschaulichung kommen vor allem Sinsheimer Archivmaterialien und Exponate des Stadtmuseums zum Einsatz.
Die Vernissage beginnt am 15.09.2025 um 18 Uhr im Sinsheimer Rathaus. Kristin Obländer, Integrationsbeauftragte der Stadt Sinsheim und Herr Dr. Marco Neumaier, Leiter des Stadtarchivs Sinsheim werden in die historischen Zusammenhänge einführen und Hintergründe geben über die Entstehung und die Bedeutung der Ausstellung. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.
Die Vernissage beginnt am 15.09.2025 um 18 Uhr im Sinsheimer Rathaus. Kristin Obländer, Integrationsbeauftragte der Stadt Sinsheim und Herr Dr. Marco Neumaier, Leiter des Stadtarchivs Sinsheim werden in die historischen Zusammenhänge einführen und Hintergründe geben über die Entstehung und die Bedeutung der Ausstellung. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.
Die Ausstellung kann vom 16.09.2025 bis 10.10.2025 im Foyer des Sinsheimer Rathauses zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.
Am 17.09.2025 um 19 Uhr wird es basierend auf ausgewählten Passagen der Tagebücher von Anne Frank und Edith Velmans-van Hessen eine Lesung im Kath. Gemeindehaus, Werderstr. 1a in Sinsheim geben. Die musikalische Begleitung der Texte wird von Kantor Amnan Seelig gestaltet. Herr Amnan Seelig ist seit 2017 Kantor der Jüdischen Gemeinde in Mannheim und bundesweit bei Veranstaltungen und Konzerten sehr gefragt.
Zum Abschluss wird Prof. Dr. Stefan Schreiner den Vortrag „ Al-Andalus – Vision und Wirklichkeit oder vom Miteinander, Neben- und Gegeneinander der Kinder Abrahams“ halten. Dieser findet am 25.09.2025 um 19 Uhr im Sitzungssaal des Sinsheimer Rathauses statt.
Auf der Suche nach einem Beispiel für ein gelungenes Miteinander der Kinder Abrahams bzw. der drei monotheistischen Religionen wird zumeist auf al-Andalus, das Spanien des Mittelalters verwiesen, dessen Name zum Inbegriff eines friedlichen Zusammenlebens, einer convivencia ist. Manchmal wird dabei übersehen, dass dieses Zusammenleben beides beinhaltet, sowohl ein tatsächliches Miteinander als auch ein Neben- oder gar Gegeneinander. Die Ambivalenz dieser convivencia aufzuzeigen und dabei zu fragen, ob und wie sie ein Lehrstück für heute sein kann, ist Gegenstand des Vortrags.
Prof. Dr. Stefan Schreiner studierte evangelische Theologie, Arabistik, Islamwissenschaft und Judaistik und ist seit 2013 Seniorprofessor für Religionswissenschaft an der Universität in Tübingen.
Prof. Dr. Stefan Schreiner studierte evangelische Theologie, Arabistik, Islamwissenschaft und Judaistik und ist seit 2013 Seniorprofessor für Religionswissenschaft an der Universität in Tübingen.
Alle Interessierten sind zu diesen kostenfreien Veranstaltungen herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten unter marie-helene.adrian@dw-rn.de





