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Quelle: Rolf-Peter Thomas, Rolf-Peter Thomas 2006
Quelle: Judith Ischen, Judith Ischen 2018
Quelle: Otfried Ischen, Otfried Ischen 2013
Quelle: Otfried Ischen, Otfried Ischen 2010
Quelle: Rolf-Peter Thomas, Rolf-Peter Thomas 2006

Konfirmation: Fragen und Antworten

Die Konfirmation
Vierzehn Fragen samt Antworten rund um Bekennen, Segnen und im Glauben wachsen und erwachsen werden
 
1. Was bedeutet Konfirmation?
Das Wort Konfirmation leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet Stärkung. Wenn ein Mensch als Säugling oder Kind getauft wurde, bekennt er bei der Konfirmation selbst, was seine Eltern und Paten bei seiner Taufe stellvertretend bekannt haben: den Glauben an Gott.
Mit der Konfirmation wird unter anderem das Recht zugesprochen, Pate zu werden.
 
2. Was geschieht bei der Konfirmation?
Die Konfirmation ist ein festlicher Gottesdienst, mit dem der Konfirmandenunterricht seinen Abschluss findet. Am Beginn des Gottesdienstes steht der Einzug der Jugendlichen in die Kirche. Höhepunkt des Gottesdienstes ist das persönliche Zusprechen des Segens (die Einsegnung) für jede Konfirmandin und jeden Konfirmanden. Dazu wird eine Urkunde und ein kleines Geschenk der Gemeinde überreicht. In Sinsheim schließt sich daran die Abendmahlsfeier der Jugendlichen an. Nach dem Gottesdienst wird die Konfirmation zumeist im Rahmen der Familie gefeiert.

3. Wie meldet man sich zur Konfirmation an?
Die Jugendlichen werden in der Kirchgemeinde, in der sie wohnen, gegen Ende des 7. Schuljahres angemeldet. Auskunft geben gern die zuständigen Pfarrämter. Im Gemeindebrief und im Amtsblatt wird der genaue Termin des Anmeldetreffens bekannt gegeben (meist im Mai). Eltern und zukünftige Konfirmanden sollten daran teilnehmen.
 
4. Wie bereitet man sich auf die Konfirmation vor?
Durch den Konfirmandenunterricht, der ein knappes Jahr dauert und im Juli beginnt. Im Konfirmandenunterricht lernen die Jugendlichen die wesentlichen Grundlagen des christlichen Glaubens. Die Jugendlichen diskutieren miteinander über Fragen zum Sinn des Lebens und über das Erwachsenwerden. In dieser Zeit wird auch Wert darauf gelegt, dass die Jugendlichen die Gemeinde kennen lernen, die Gottesdienste besuchen und in ihnen mitwirken. Der Konfirmandenunterricht in Sinsheim findet in der Regel im Gemeindehaus statt. Bestandteil jedes Konfirmandenjahres sind zudem eine Freizeit, Exkursionen und Konfitage zu bestimmten Themen.

5. Kostet die Konfirmation Geld?
Es wird ein Zuschuss für das Konfirmandenjahr in Höhe von 60 Euro für die Freizeit und die laufenden Kosten von den Eltern erbeten. Die Konfirmation selbst ist kostenlos. Während des Gottesdienstes wird wie immer eine Kollekte gesammelt. Zur Konfirmation ist es üblich, dass die Jugendlichen ihre Kollekte als Konfirmandengabe für ein kirchlich-soziales Projekt spenden.

6. Können Eltern ihr Kind konfirmieren lassen, wenn sie selbst nicht Kirchenmitglieder sind?
Ja, das ist möglich. Wenn Jugendliche das möchten, können sie gern selbstverantwortlich am Konfirmandenunterricht teilnehmen.

7. Wann findet die Konfirmation statt?
Der Konfirmationsgottesdienst findet in Sinsheim nach den Osterferien, Sonntags um 10 Uhr in der evangelischen Kirche statt.

8. Kann man sich auch ohne Taufe konfirmieren lassen?
Nein, die Konfirmation setzt die Taufe voraus. Deshalb wird ein ungetaufter Konfirmand während der Konfirmandenzeit (meist im Frühjahr) in einem Gottesdienst getauft.

9. Welche Rolle spielen die Taufpaten bei der Konfirmation?
Formal endet das Patenamt mit der Konfirmation. Praxis ist eher, dass die Paten die jungen Menschen auch über die Konfirmation hinaus begleiten. Oftmals werden sie erst dann wichtig.

10. Müssen Erwachsene, die sich taufen lassen wollen, dann auch noch eine Konfirmation machen?
Nein. Da der Erwachsene bei der Taufe selbst seinen Wunsch nach der Taufe äußert und ihr oder sein Bekenntnis zu Gott als Vater, Sohn und Heiligem Geist abgibt, ist eine Erwachsenenkonfirmation nicht mehr nötig.

11. Können Nichtgetaufte am Konfirmandenunterricht in der Gemeinde teilnehmen?
Ja. Die Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen, also auch am Konfirmandenunterricht, ist offen für alle, egal ob getauft oder ungetauft. (siehe auch Frage 8 weiter oben)

12. Wo finde ich einen Konfirmationsspruch?
Konfirmationssprüche finden sich in der Bibel. Zur Orientierungshilfe bekommen die Konfirmanden am Ende der Konfirmandenzeit eine Liste mit Sprüchen, aus denen sie dann einen Spruch heraussuchen können. Manche Jugendliche suchen selbst in der Bibel oder wählen Sprüche, die schon bei ihren Eltern, Großeltern und Paten Konfirmationssprüche waren.
Ebenfalls hilfreich ist die Seite www.konfiweb.de.

13. Muss nach einem Kirchenaustritt die Konfirmation wiederholt werden?
Nein, ein Austritt aus der Kirche macht die Konfirmation nicht rückgängig. Er entbindet von den kirchlichen Pflichten und schränkt die kirchlichen Mitgliedschaftsrechte ein. Die Konfirmation wird - wie die Taufe - bei einem Wiedereintritt in die Kirche nicht wiederholt.

14. Was bringt mir die Konfirmation?
Vordergründig bringt die Konfirmation vielleicht ein schönes Fest, Geschenke oder das Geld für den Führerschein. Tiefgründiger bringen die Konfirmation und ihre Vorbereitung die Chance, über die Fragen des Lebens nachzudenken, in einer Gruppe Orientierung zu suchen und Freude am Christsein zu wecken. Schließlich bringt die Konfirmation auch kirchenrechtlich etwas: Konfirmierte können Pate oder Patin werden und eine eine Nottaufe vornehmen.